In dem Bestreben, die Förderung der Agenda für internationale Zusammenarbeit auf Bundesebene fortzusetzen, nahm der Botschafter Edgardo Malarado an der Konferenz zu kommunalen Partnerschaften mit Lateinamerika vom 29.-31. Oktober in Nürnberg teil.
Als Vernetzungsplattform zur Förderung des Dialogs und des Erfahrungsaustauschs zwischen Kommunalvertretern aus Deutschland und ihren jeweiligen argentinischen Partnern, verfolgt die Konferenz das Ziel gemeinsame lokale Lösungen zur Beseitigung globaler Probleme zu entwicklen.
Die Konferenz, die das Interesse von über 155 Teilnehmern aus ganz Lateinamerika weckte, wurde von der Servicestelle für Entwicklungsinitiativen „Engagement Global“ ins Leben gerufen und mithilfe der finanziellen Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) realisiert.
Unter den anwesenden argentinischen Bürgermeistern befanden sich beispielsweise Roberto Carlos Palacio aus Coronel Suárez, Julio César Weisheim aus Piedras Blancas, Enrique Marucci aus San Jorge, Eduardo Tassano aus der Stadt Corrientes, German Enrique Alfaro aus San Miguel de Tucumán, Luis Alberto Castellano aus Rafaela und Horacio Amavel aus Santa Anita, um nur ein paar Namen zu nennen.
Der Botschafter Malaroda betonte in seiner Rede die Bedeutung der kommunalen Kooperation zwischen Argentinien und Deutschland und bezeichnete sie als „Werkzeug, um echte, und damit langfristige und nachhaltige, Bindungen aufzubauen“. „Der Dialog, der zwischen zwei Kommunen, die an einem bestimmten Projekt arbeiten, ensteht, hält oftmals stärker zusammen, als alle politischen Verknüpfungen oder Verbindungen einzelner Personen und wird somit zu einem festen Wert für die gesamte Gemeinde.“, so Malaroda.
Die Kooperation auf subnationaler Ebene ist ein ausschlaggebender Teil dieser Darstellung. Am Beispiel der zehn kürzlich zwischen Argentinien und Deutschland unterzeichneten Abkommen über kommunale und strategische Zusammenarbeit betonte der Botschafter ihre bedeutende Rolle bei der Förderung nationaler Exporte, als Plattform für die wissenschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Zusammenarbeit, wie auch für die Gestaltung gemeinsamer Projekte zu komplexen Themen wie dem Klimawandel und der ökologischen Nachhaltigkeit. Dazu zählen auch die Städtepartnerschaften zwischen Sigmaringendorf und Rafaela; Erfurt und San Miguel de Tucumán sowie Lichtenau und Piedras Blancas.